Die Geburt von Teredor

Um die Geschichte von Teredor zu ergründen, muss weit zurück geblickt werden. Es gibt auch nur noch wenige Aufzeichnungen oder Überlieferungen von den Anfängen. Eine entstammt dem Buch Heredes, dem Zweiten der Freyen.

Am Anfang hieß Teredor noch Tere d’or und war der Überlieferung der Ahnen nach eine bunte, helle Welt, voll von Wundern und gelebter Harmonie.

Die Menschen lebten unter dem Schutz der Götter. Sie verehrten den Gottvater Thereus, seine Frau Thermana, den Sohn Thabo und die Tochter Asa. Aber auch auch dem Gottbruder Thar’ktal, sowie seinem Sohn Thar’kat und seiner Tochter Tena wurde gehuldigt. Und die Götter kümmerten sich jeder auf seine Weise um die Menschen.

Der Krieg der Gotteskinder zerriss die Welt von Tere d’or

Keiner weiß mittlerweile mehr genau, wie es dazu kam. Die einen sprechen von falschen Propheten, die anderen von der Rachsucht und wieder andere von einem gebrochenen Herzen. Doch am Ende sind sich alle sicher: Der Krieg der Gotteskinder kam plötzlich und traf Mensch, Tier und Natur völlig unvorbereitet.

Am Ende waren es vor allem Thabo und Thar’katon, die von ihren Vätern getrennt werden mussten. Von der Wucht der Gotteskraft erfasst, wurde die Welt in zwei gegensätzliche und doch gleichsam ganz ähnliche Teile gespalten, jeweils geprägt von feuerspuckenden Vulkanen, bergigen Eiswüsten, weiten Steppen oder auch verwunschenen Wäldern.

Die Gotteskinder mussten schwören, nie wieder gegeneinander zu kämpfen. Zur Strafe für Ihre Vergehen wurden alle vier von ihren Eltern zudem auf die Erde verbannt und müssen für 10.000 Jahre unter den Menschen wandeln. Ihre Zeit ist noch nicht abgelaufen.

Teredor: Aufbruch in die neue Welt

Weil die Welt nicht mehr ist wie sie war, haben die Überlebenden den alten Namen vergessen und es wurde seit nunmehr mehreren hundert Jahren nur noch der neue Name genutzt: Teredor.

Nach dem Krieg kam zunächst das Zeitalter des Aufbruchs. Die Menschen haben die Überraschung überwunden und wagten sich an den Wiederaufbau. Anschließend machten sich die Mutigsten unter Ihnen auf, die neue Welt zu entdecken. Und es gab viel zu sehen! Denn mit der Verbannung der Gotteskinder auf die Erde und aufgrund des vorangegangenen Krieges fand eine Veränderung der Welt statt: Magie hielt Einzug in das Leben der Menschen, es wurden neue Spezies entdeckt und es galt für die unterschiedlichsten Völker, neue Gebiete zu erschließen.

Doch gleichzeitig bildeten sich anfangs kleine, dann über die Jahre immer schneller wachsende Gruppen unter den Menschen, die mit den Veränderungen nicht einverstanden waren. Aus Ideologien wurden Religionen, aus Fanatikern wurden Anführer. Sie alle hatten eines gemeinsam, sie gaben allem jeweils einem anderen Gotteskind die Schuld am Krieg. Und so bildeten sich die Thaboten, die Asarier, die Tharkater und die Tenarer.

Doch es gab auch die Gruppe der Freyen, angeführt von Genthar Weißdorn. Diese versuchten, die Einheit der Völker zu bewahren und sich aus den Disputen herauszuhalten. Der Überlieferung aus den „Schriften der ersten Jahre“ lässt sich folgern, dass dies Anfangs auch sehr gut verlief. Die Freyen standen zwischen den Stühlen, schworen allerdings strikte Neutralität, die sie notfalls auch dank der stärksten Magier des Landes durchsetzen konnten.

Doch dieser trügerische Frieden sollte nicht lange währen. Es war Thar’kat, der die Waffenruhe brach indem er sich zu erkennen gab und seine fanatischen Anhänger in den Kampf führte. Doch hatte er nicht die Rechnung mit Genthar Weißdorn gemacht.

Der Kampf um die Zukunft von Teredor

Genthar Weißdorn und sein Drache Yoldomir forderten Thar’kat in einer Schlacht heraus, die seinesgleichen sucht. Es war ein langer und aufregender Kampf, die Spuren sind noch heute zu erkunden und zu spüren. Und es war eine Schlacht, die keinen Gewinner oder Verlierer hatte. Im „Krater der Unsterblichkeit“ sind die Überreste von Yoldomir zu finden, Genthar Weißdorn und Thar’kat jedoch bleiben verschwunden und es ranken sich viele Mythen um ihren Verbleib.

Auch die übrigen Götter haben sich nach diesem Kampf vollständig zurückgezogen und die Welt den Menschen überlassen. Nur selten hört man etwas von Ihnen und noch seltener hat sie angeblich jemand zu Gesicht bekommen. Sie sind mittlerweile fast in Vergessenheit geraten, wären da nicht die Propheten und die Legende von der Rückkehr der Götter.

Und man hat das Gefühl, dass sie noch immer ihre Finger im Spiel haben. Die Frage ist nun: Auch bei dir?!

Categories Teredor
Views 78
0